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Lohnt sich ein Wagen mit Fahrer für den Tag?

Was vor der Buchung vereinbart sein muss, wie der Tag abläuft, wo die Grenze zur Privattour liegt und wann Taxi oder Tour die bessere Wahl sind.

Ein privater Fahrer ist Transport, keine Führung: ein Fahrzeug für den Tag, das dich zum Abschnitt bringt, dort wartet, während du läufst, und dich zurückfährt. Du entscheidest, wann es losgeht, wie lange du oben bleibst und wann du zurück willst.

Damit löst dieses Angebot genau das Problem, das jeden selbstorganisierten Tag an der Mauer gefährdet — die Rückfahrt. Und es ist deshalb häufig die richtige Wahl, obwohl es auf den ersten Blick nach Luxus aussieht.

Was du bekommst und was nicht

Du bekommst: ein Fahrzeug, das nur für dich fährt; freie Zeitwahl; einen Rückweg, der sicher ist; die Möglichkeit, unterwegs anzuhalten oder zwei Abschnitte zu verbinden.

Du bekommst nicht: eine Erklärung. Der Fahrer bleibt beim Auto, führt nicht über die Mauer und ist nicht als Guide gebucht. Wer jemanden dabei haben will, der etwas erzählt, sucht keinen Fahrer, sondern eine private Tour — das ist ein anderes Produkt, nicht dasselbe teurer.

Diese Trennung ist der häufigste Grund für Enttäuschung: Ein Fahrer, der nicht mit hochkommt, ist kein schlechter Fahrer, sondern ein Fahrer.

Wann sich das rechnet

Die Rechnung ist einfach, weil die beiden Angebote unterschiedlich abgerechnet werden: Der Fahrer kostet pro Fahrzeug, die Tour pro Person.

Für eine Person ist ein eigenes Auto die teuerste Variante des Tages. Zu zweit liegt es näher an zwei Tourplätzen als man denkt. Ab drei oder vier Personen ist es meist die günstigste bequeme Lösung — und dann bekommt man Flexibilität, für die man in der anderen Richtung draufzahlen müsste.

Der zweite Fall, in dem es sich rechnet, hat nichts mit der Gruppengröße zu tun: die entlegenen Abschnitte. Dorthin fährt öffentlich eine Verbindung am Tag oder keine, und ein verpasster Anschluss kostet dort nicht Wartezeit, sondern den Abend. Ein wartendes Fahrzeug ist da keine Bequemlichkeit, sondern die Absicherung des ganzen Tages → Jinshanling

Zu den gut angebundenen Abschnitten ist es umgekehrt: Dort ist der Bus einfach, dicht und billig, und ein Fahrer löst ein Problem, das du nicht hast → Von Peking zur Chinesischen Mauer

Was vorher vereinbart sein muss

Hier entstehen die Streitfälle, und alle sind vermeidbar. Kläre vor der Buchung schriftlich:

  1. Wie viele Stunden Wartezeit enthalten sind und was jede weitere kostet. Das ist der Punkt, an dem sich Angebote real unterscheiden — nicht der Kilometerpreis.
  2. Welcher Abschnitt. Ein Angebot ohne genannten Abschnitt lässt sich nachträglich zum nächstgelegenen umdeuten.
  3. Wer Maut und Parken zahlt. Sonst kommt es am Ende des Tages dazu.
  4. Ob eine zweite Station möglich ist, falls du das vorhast, und was sie kostet.
  5. Wie bezahlt wird — im Voraus über den Anbieter oder vor Ort, und wenn vor Ort, womit.

Der Eintritt für den Abschnitt ist in keinem Fall dabei. Den buchst du selbst, namentlich und im Voraus → Tickets buchen

Der Tag mit Fahrer, Schritt für Schritt

Der Ablauf unterscheidet sich von einer Tour vor allem darin, dass niemand ihn für dich vorgibt:

  1. Abholung am Hotel zur Zeit, die du gesetzt hast. Wenn du zur Öffnung oben sein willst, ist das früher, als dir am Vorabend lieb ist — und es ist der wirksamste Eingriff gegen Andrang.
  2. Fahrt zum Abschnitt. Der Fahrer kennt den Weg; du musst weder Umstiege planen noch auf Anschlüsse achten.
  3. Absetzen am Eingangsbereich. Hier vereinbart ihr Treffpunkt und Rückfahrtzeit — beides festhalten, nicht nur sagen.
  4. Deine Zeit oben. Ohne Gruppe, ohne Sammelpunkt, ohne Rückfahrtdruck außer dem, den du selbst gesetzt hast.
  5. Rückfahrt zur vereinbarten Zeit. Wer später kommt, verlängert die Wartezeit — und die ist je nach Vereinbarung ab einer Grenze kostenpflichtig.

Der Unterschied zu jeder anderen Variante liegt in Schritt 4: Es gibt keinen Bus, der wartet, und keinen, der abfährt. Du entscheidest, wann es genug war.

Zwei Abschnitte an einem Tag

Das ist die einzige Sache, die mit einem eigenen Fahrzeug funktioniert und sonst praktisch nicht. Öffentlich ist es nicht realistisch: Die Abschnitte liegen in verschiedenen Tälern, jeder hat eigene Tickets, und die Verbindungen laufen radial nach Peking, nicht untereinander.

Ob es eine gute Idee ist, ist eine andere Frage. Zwei restaurierte Abschnitte an einem Tag zeigen zweimal dasselbe mit unterschiedlichem Andrang; sinnvoll wird die Kombination erst, wenn die beiden verschieden sind — ein erschlossener und ein teilrestaurierter etwa. Rechne dann mit einem langen Tag, der überwiegend aus Fahren besteht, und mit zwei separat gebuchten Tickets → Übersicht der Abschnitte

Verständigung

Rechne nicht damit, dass der Fahrer Deutsch oder Englisch spricht — er ist für das Fahren gebucht. Das ist unproblematisch, wenn du zwei Dinge vorbereitest:

  • Ziel und Rückfahrtzeit als Text auf dem Handy, am besten mit chinesischen Schriftzeichen. Zeigen funktioniert, wo Sprechen nicht funktioniert.
  • Einen vereinbarten Treffpunkt am Abschnitt, fotografiert. Große Parkplätze sehen nach vier Stunden alle gleich aus.

Mehr dazu unter Apps und Bezahlen in China.

Fahrer, Taxi oder Tour

Drei Angebote, die sich ähnlich anfühlen und unterschiedlich funktionieren:

Taxi. Gut für den Hinweg, schlecht als Gesamtlösung. Am Abschnitt findest du nicht zuverlässig ein Auto zurück, und wer dort verhandeln muss, verhandelt schlecht.

Fahrer. Löst genau das: Dasselbe Auto ist am Ende des Tages noch da. Dafür zahlst du die Wartezeit mit.

Tour. Nimmt dir zusätzlich die Planung ab und bringt eine Führung mit, dafür nach festem Ablauf und in Begleitung anderer → Touren ab Peking

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Häufige Fragen

Was ist ein privater Fahrer genau?
Ein Fahrzeug mit Fahrer für den Tag, das dich hinbringt, wartet, während du auf der Mauer bist, und zurückfährt. Eine Führung ist nicht dabei — der Fahrer bleibt beim Auto.
Ist ein Fahrer teurer als eine Tour?
Pro Fahrzeug ja, pro Person nicht unbedingt. Der Fahrer wird für das Auto bezahlt und die Tour pro Kopf, also sinkt der Preis pro Person mit jeder weiteren Person — ab einer kleinen Gruppe kippt die Rechnung.
Wartet der Fahrer wirklich den ganzen Tag?
Das ist der Kern des Angebots, muss aber ausdrücklich vereinbart sein. Kläre vor der Buchung, wie viele Stunden Wartezeit enthalten sind und was darüber hinaus kostet.
Brauche ich einen Fahrer, wenn ich zu einem entfernten Abschnitt will?
Für die entlegenen Abschnitte ist es die praktikabelste Lösung. Dorthin fährt öffentlich eine Verbindung am Tag oder keine, und genau dieses Risiko nimmt ein wartendes Fahrzeug heraus.
Spricht der Fahrer Deutsch oder Englisch?
Verlass dich nicht darauf. Ein Fahrer ist für den Transport gebucht, nicht für die Verständigung — halte Ziel und Rückfahrtzeit als Text auf dem Handy bereit, am besten mit chinesischen Schriftzeichen.
Kann ich mit einem Fahrer zwei Abschnitte verbinden?
Ja, und das ist der einzige bequeme Weg dafür. Öffentlich ist es an einem Tag nicht realistisch, weil die Abschnitte in verschiedenen Tälern liegen.